Auf Achse.

Eine der größten Innovationen beim neuen Astra ist die Hinterachse. Ein Opel Ingenieur hat sie erfunden und mit seinen Kollegen zum Patent angemeldet. Das Ergebnis: mehr Komfort und Fahrdynamik.

 

Michael Harder ist einer, der auch als Ingenieur gerne noch selbst Hand anlegt. Schon 1990 hat er eine elektronische Fahrwerksregelung in Eigenregie gebaut und ist damit in einem babyblauen Senator quer durch Europa gefahren. Jetzt hat er wieder gebogen, geschraubt und geschweißt – so lange, bis etwas herauskam, das es in der Kompaktklasse noch nicht gab: eine Verbundlenkerachse mit einem sogenannten Wattgestänge.

2 Feder und Stossdämpfer
Feder und Stoßdämpfer sind voneinander getrennt. Das ermöglicht eine kompakte Bauweise und schafft zusätzlichen Platz im Heck. 


3 Der Querträger
Der Querträger sorgt für die feste Verbindung zwischen dem Zentrallenker und der Karosserie des Astra.

1 Der Zentrallenker
Der Zentrallenker besteht aus drei Gelenken: Bei paralleler Einfederung gleicht er die Längenänderung der Querlenker aus, die
Folge ist ein verzwängungsfreies Einfedern ohne Spurweitenänderung. Die bei Kurvenfahrt in den Querlenkern auftretenden Druckkräfte am kurvenäußeren Rand und die Zugkräfte am kurveninneren Rand werden direkt über das Zentralgelenk am Aufbau abgestützt.

 

5 Das Torsionsprofil
Das Torsionsprofil gewährleistet die Sturzsteifigkeit der Achse bei Seitenkräften, bei Kurvenfahrt verdreht es sich und stabilisiert dabei die Wankbewegungen der Karosserie. Durch seine besondere Form wirkt es – ähnlich wie bei einer Mehrlenker-achse – spurkorrigierend.

 

4 Der Querlenker
In der Kurve treten Fliehkräfte auf, die von den Rädern auf die Fahrbahn übertragen werden müssen. Die auf die Räder wirkenden Querkräfte werden von den Querlenkern aufgenommen und direkt am Aufbau abgestützt. Diese sehr steife Anbindung garantiert Fahrdynamik auf höchstem Niveau. Opel Ingenieur Harder hatte die Idee: Das Wattgestänge sorgt im Astra für optimale Fahreigenschaften.

 

 

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Auf Achse.

 

Opel Ingenieur Harder hatte die Idee: Das Wattgestänge sorgt im Astra für optimale Fahreigenschaften.

 

Der Schotte James Watt (1736–1819) war ein genialer Techniker. Er optimierte die Dampfmaschine – und erfand das Wattgestänge.

 

 

Harder: „Wattgestänge erlangten im Renneinsatz Bedeutung und wurden bisher im Automobilbau nur in Verbindung mit Starrachsen eingesetzt. Neu ist die Verwen-dung der Verbundlenkerachse, die eher einer Einzelradaufhängung entspricht.“ Bei Kurvenfahrt entstehende Querkräfte an der Radaufhängung werden von den Wattstangen aufgefangen, das Auto wird dynamischer und leichtfüßiger. Die Anmeldung zum Patent haben Harder und Kollegen bereits eingereicht.

Dabei sind Wattstangen zunächst nichts Neues. Erfunden hat sie der legendäre Techniker James Watt, auf den auch die Dampfmaschine zurückgeht. Doch Innovation bedeutet auch, Bekanntes mit Neuem zu verbinden. Hier also: eine klassische Verbundlenkerachse mit einem die Dynamik erhöhenden Wattgestänge. Warum da keiner vorher drauf gekommen ist? „Das“, sagt Harder lächelnd, „frage ich mich auch.“

 

 

 

 

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